Sargmodelle: Formen und Bedeutungen

Saerge sind nicht alle gleich: Die Form folgt Tradition und Funktion — vom klassischen Sechseck (anthropometrisch) bis zum modernen Box-Design. Wer wählt, sollte die Formen kennen.

Die klassischen Formen

Der Sechseck-Sarg (anthropometrisch)

Die bekannteste Form: am Kopf schmaler, zur Schulter breiter, zu den Fuessen schmaler werdend — ein Sechseck im Querschnitt, dem menschlichen Koerper nachempfunden. Klassisch, traditionell, weltweit verbreitet.

Der Viereck-Sarg (Box)

Klare, moderne Form: gleichmaessiger Kasten mit geraden Linien — in modernen, weltlichen Trauerfeiern haeufig. Wirkt reduziert, zeitlos.

Der America-Sarg

Breiter, hoeher, mit aufgelegtem Deckel und Innenpolster — der amerikanische Stil ('casket'). In Deutschland seltener, aber fuer offene Aufbahrungen und besondere Ansprueche verfuegbar.

Der Kinder- und Babysarg

Kleine, besonders behutsame Formen — haeufig aus hellen Hoelzern, mit persoenlicher Gestaltung (Blumenmalerei, Symbole).

Material und Ausstattung

  • Holz: Eiche (edle, robust), Buche, Kiefer, Erle, Pappel (guenstiger), Multiplex (moderate)
  • Alternative: Papp-, Weiden-, Wachs- und Bio-Saerge (fuer Kremationen und Baumbestattungen) — Details: Sarg auswählen
  • Innenfutter: Stoff (Seide, Samt, Baumwolle), Farbe und Polster nach Wunsch
  • Beschlaege: Griffe (Metall, Holz), Symbole, individuelle Gravuren

Form und Funktion

  • Kremation: Jede Form (alles brennt) — viele Familien waehlen hier schlicht
  • Erdbestattung: Friedhofsatzungen verlangen haeufig verrottbare Materialien
  • Offene Aufbahrung: Form mit halb offenem Deckel (Klappmechanik) — der Bestatter berichtet zu Moeglichkeiten