Der Notfallordner — alle wichtigen Dokumente an einem Ort

Ein Notfallordner (auch Vorsorgeordner oder Herzensordner) bündelt alle wichtigen Dokumente, Verfügungen und Wünsche für den Ernstfall: Kommen Angehörige oder Bevollmächtigte nicht mehr mit Ihnen sprechen zu können, finden sie alles — von Vollmachten bis zu Bestattungswünschen.

Was hineingehört

Vorsorge-Dokumente (Kopien!)

  • Vorsorgevollmacht (mit Hinweis auf Registrierung)
  • Patientenverfügung
  • Betreuungsverfügung
  • Bestattungsverfügung (Wünsche für die eigene Bestattung)

Persönliche Daten

  • Personalien, Ausweise, Versicherungen (Nummern!)
  • Bankverbindungen, Daueraufträge, Vermögensübersicht
  • Verträge (Miete, Strom, Telefon, Abos)
  • Arztkontakte, Medikamente, wichtige Krankheiten

Wichtige Kontakte

  • Angehörige, die informiert werden sollen
  • Bevollmächtigte Personen (mit Telefonnummern!)
  • Hausarzt, Pflegedienst, Seelsorger
  • Bestatter der Wahl (falls schon gewählt)

Praktische Wünsche

  • Bestattungsform, Grabart, Friedhofswünsche
  • Trauerfeier-Wünsche (Musik, Redner, Ort)
  • Wem gehört was (grobe Aufteilung — nicht rechtlich, aber hilfreich)
  • Passwörter-Hinweise (NICHT die Passwörter selbst! — Verweis auf Passwortmanager-Notfallkontakt)

Organisation

  • Einordner-Prinzip: Ein Buch, klare Reiter, max. 20-30 Seiten — keine Ordnerwüste
  • Bekannt machen: Der Ordner hilft nur, wenn Bevollmächtigte und Angehörige wissen, wo er liegt
  • Aktualisierung: 1x jährlich durchblättern (Daten, Kontakte, Wünsche aktualisieren)
  • Kopien: Bevollmächtigte bekommen Kopien der Vollmachten; Originale sicher verwahrt
  • Fertige Systeme: Notfallordner-Systeme vom Deutschen Roten Kreuz, Volkssolidarität oder kommerzielle Anbieter — Vorlagen gibt es kostenlos