Was ist ein Leichenpass?
Der Leichenpass (auch Überführungsgenehmigung oder Leichenpassdokument genannt) ist die behördliche Erlaubnis, einen Verstorbenen über Grenzen oder größere Strecken zu transportieren. Er wird vom Gesundheitsamt ausgestellt und begleitet den Sarg oder die Urne — ohne ihn ist eine Überführung über Landesgrenzen (deutsch oder international) nicht zulässig.
Wann braucht man einen Leichenpass?
- Internationale Überführungen: Jede Grenzüberschreitung mit einem Verstorbenen — nach Deutschland hinein oder aus Deutschland heraus
- Nationale Überführungen: Zwischen deutschen Bundesländern meist nicht nötig — innerdeutsche Transporte laufen über die Bestatter-Logistik; einzelne Länder haben aber Sonderregeln
- Beantragung: Über den Bestatter mit Auslandserfahrung, der alle Formalitäten koordiniert
Was gehört zum Leichenpass-Antrag?
- Todesbescheinigung (Totenschein des Arztes)
- Sterbeurkunde (vom Standesamt)
- Konsularbescheinigung (bei internationalen Transporten — das Konsulat des Ziellandes bestätigt die Papiere)
- Bestattungsnachweis (Zusage der Bestattung am Zielort)
- Transportdokumentation (Flugroute oder Transportweg)
Kosten
Der Leichenpass selbst kostet eine Gebühr von 30-100 € (je nach Gesundheitsamt); die Gesamtformalitäten einer internationalen Überführung (Beurkundungen, Übersetzungen, Konsulate) summieren sich auf 200-500 € — hinzu kommen die eigentlichen Transportkosten von 1.500-8.000 € (Details: Überführung).





