Kriegsgräber und Kriegsgräberstätten
Kriegsgräber erinnern an die Opfer der Weltkriege und der NS-Gewaltherrschaft: Gefallene, zivile Bombenopfer, Opfer von Verfolgung. In Deutschland liegen auf 830+ Kriegsgräberstätten über 1,9 Millionen Tote — gepflegt vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.
Was Kriegsgräberstätten auszeichnet
- Reihengräber-Charakter: Einfache, gleichförmige Steine (Kreuze oder Stelen) ohne Statusunterschiede — alle Opfer gleich würdevoll
- Gemeinschaftsgrabmale: Häufig Sammelgräber mit zentralen Denkmälern und Namenslisten
- Rechtlicher Schutz: Kriegsgräber sind dauerhaft geschützt — sie dürfen nie aufgelöst werden (Gesetz über die Erhaltung der Kriegsgräber)
- Pflege: Volksbund und öffentliche Hand tragen die Pflege — Familien zahlen keine Grabgebühren
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
Der 1919 gegründete Volksbund ist der zentrale Träger: Errichtung und Pflege der deutschen Kriegsgräber weltweit, Jugendbegegnungsstätten, Workcamps, Spenden- und Patenschaften. Für Angehörige bietet der Volksbund:
- Grablokalisierung: Vermissungsstellen helfen, das Grab gefallener Angehöriger zu finden (Online-Suche auf volksbund.de)
- Grabpflege: Vor Ort organisierte Pflege (frequently durch örtliche Gärtner) für Angehörige, die nicht reisen können
- Grabpatenschaften: Ehrenamtliche pflegen verwaiste Kriegsgräber
Internationale Gedenkorte
Deutsche Kriegsgräberstätten existieren in 46 Ländern — von Frankreich (Verdun, Normandie) über Russland bis Nordafrika. Die Kriegsgräberstätten des Ersten und Zweiten Weltkriegs sind heute Orte der Versöhnung und Erinnerung; auf dem Soldatenfriedhof Langemarck (Belgien) oder in Cassino (Italien) liegen zehntausende Gefallene.





