Die Danksagung nach der Bestattung
Die Danksagung ist der persönliche Dank der Trauerfamilie an alle, die Beileid gezeigt, geholfen oder an der Bestattung teilgenommen haben. Sie wird als Karte, Brief oder Zeitungsanzeige einige Wochen nach der Beisetzung versendet.
An wen richtet sich die Danksagung?
- Trauergäste der Beisetzung (alle, die Kondolenz gesprochen haben)
- Kondolenzschreiber (Karten, Blumen, Kränze, Spenden)
- Helfer: Pflegeteams, Nachbarn, Ärzte, Seelsorger, Trauerredner
- Nicht anwesende Bekannte, die Anteilnahme gezeigt haben
Was schreibt man in eine Danksagung?
Klassische Struktur
"Wir danken allen, die unserem verstorbenen Vater die letzte Ehre erwiesen haben, für die stilvolle Trauerfeier, für die vielen Blumen, Kränze und Spenden sowie für die freundliche Anteilnahme in Worten und Taten.
Familie Klaus Weber und alle Angehörigen"
Mit Bibelvers oder Zitat
"Der Herr ist mein Hirte ..."
Unter diesem Psalm, der unserem Vater viel bedeutete, danken wir allen, die ihn auf seinem letzten Weg begleitet und uns in der Trauer getragen haben.
Moderne, persönliche Danksagung
"Für die vielen Zeichen der Verbundenheit in den Wochen des Abschieds danken wir von Herzen. Eure Worte, Karten und Begegnungen haben uns getragen. Auch nach der Beisetzung freuen wir uns über Erinnerungen an Mama — schaut vorbei, ruft an, bleibt in Verbindung."
Formen und Kosten
- Gedruckte Danksagungskarten (Foto des Verstorbenen, Text): 1-3 €/Karte plus Druck — Gesamt 50-200 €
- Handgeschriebene Karten: persönlichste Form, aufwendiger
- Danksagungs-Anzeige in der Zeitung: 50-200 € (für den breiteren Kreis)
- Digitale Danksagung (E-Mail, Gedenkseite): 0 €
Wann versendet man die Danksagung?
Üblich: 2-6 Wochen nach der Beisetzung — wenn der akute Trubel nachlässt und die Familie wieder Handlungsfähigkeit hat. Später ist nicht falsch: Auch Monate danach angeommene Danksagungen kommen bei Empfängern gut an, weil sie zeigen, dass der Dank echt nachgereift ist.





