Der Beruf Bestatter
Der Bestatter begleitet Verstorbene und ihre Familien durch die schwierigste Phase: Er übernimmt die Versorgung des Verstorbenen, organisiert die Bestattung und unterstützt die Angehörigen. Der Beruf verbindet Handwerk, Organisation und menschliche Begleitung.
Aufgaben des Bestatters
- Versorgung des Verstorbenen: Bergung, Überführung, hygienische Totenversorgung (Waschung, Ankleidung), ggf. Thanatopraxie
- Organisation: Behördengänge (Standesamt, Friedhof, Krematorium, ggf. Polizei/Gesundheitsamt), Termine, Formalitäten
- Trauerfeier: Planung von Ablauf, Rednern, Musik, Blumen; sometimes eigene Aufbahrungsräume
- Grab und Stein: Vermittlung von Grabstellen, Steinmetzen, Grabpflege; Beratung zu Formen und Kosten
- Angehörigen-Begleitung: Beratung, Empathie, sometimes Trauerbegleitung oder deren Vermittlung
- Vorsorge: Bestattungsvorsorgeverträge mit Wünschen und Finanzierung
Ausbildung zum Bestatter
Der Weg in den Beruf ist geregelt:
- Ausbildung (3 Jahre, dual): anerkannter Ausbildungsberuf "Bestattungsfachkraft" — Betrieb + Berufsschule (Münster) + überbetriebliche Lehrgänge
- Inhalte: hygienische Totenversorgung, Rechtskunde, Organisation, Gesprächsführung, Trauerbegleitung, Betriebswirtschaft
- Weiterqualifizierung: Bestattermeister (Meisterschule), Trauerredner-Ausbildung, Thanatopraktiker (Zusatzqualifikation)
- Quereinstieg: Möglich — viele Bestatter kommen aus Pflege, sozialen Berufen oder dem Handwerk
Arbeitsalltag
Der Alltag ist geprägt von Rufbereitschaft (Tode kommen rund um die Uhr), wechselnden Aufgaben (Büro, Haus, Friedhof, Fahrten) und emotionaler Nähe zu trauernden Menschen. Gute Bestatter zeichnen sich aus durch: Fingerspitzengefühl, Organisationstalent, Belastbarkeit und professionelle Distanz bei gleichzeitiger Empathie.
Verdienst
Azubis: 600-1.100 €/Monat. Geselle: 1.900-2.800 €. Bestattermeister: 2.400-3.500 €. Selbstständige Bestatter: nach Betrieb stark unterschiedlich. Der Beruf ist kein Weg zum Reichtum — die meisten wählen ihn aus Berufung.





