Was ist eine orthodoxe Bestattung?
In den orthodoxen Kirchen (griechisch-orthodox, russisch-orthodox, serbisch, rumänisch und weitere) ist die Erdbestattung verpflichtend — Feuerbestattung ist nicht erlaubt. Die Bestattung ist tief liturgisch: Gebete, Ikonen, Weihrauch und das Verständnis des Todes als Auferstehungsweg prägen die Zeremonie.
Der Ablauf
- Waschung: Der Körper wird gewaschen und in weiße oder neue Kleidung gehüllt (frequently traditionelle Tracht)
- Aufbahrung: Der Verstorbene liegt zu Hause oder in der Kirche, umgeben von Ikonen und Kerzen; Familie und Gemeinde wachen frequently die Nacht (Totenwache)
- Trauergottesdienst: Die Liturgie mit Gebeten, Psalmen, Weihrauch und Gesängen dauert länger als westliche Trauerfeiern; Ikonen und Kreuz begleiten den Verstorbenen
- Kuss und Abschied: Angehörige verabschieden sich mit einem Kuss auf die Stirn/Ikone am Verstorbenen
- Beisetzung: Mit dem Kopf nach Westen (Blick Richtung Osten — Auferstehungssonne) wird der Verstorbene beerdigt; Gebete am Grab schließen die Zeremonie
- Gedenktage: 3., 9. und 40. Tag sowie Jahrestage werden mit Gedenkgottesdiensten begangen
Bestattung in Deutschland
Orthodoxe Gemeinden in Deutschland verfügen häufig über eigene Friedhofsabschnitte (z.B. auf großen Stadtfriedhöfen) mit entsprechenden Grabstein-Traditionen (orthodoxe Kreuze). Die Gemeinden vermitteln Priester, Gesangsgruppen und die Einhaltung der Riten; Bestatter mit orthodoxer Erfahrung koordinieren die Erdbestattung und die Termine.





